Datawarehouse, Business Intelligence und anderes...


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Der erste Blogeintrag

Der erste Eintrag ist naturgemäß immer der schwierigste - aber ich hab mich jetzt einmal entschieden anzufangen und da muss man halt durch...

Wie der Blogname schon sagt gehts um Datawarehousing und Business Intelligence - Bereiche mit denen ich mich jetzt schon sehr lange Zeit (7 Jahre - unglaublich wie die Zeit vergeht...) beschäftige.

Viele deutschsprachige Blogs zu diesem Themenbereich habe ich nicht gefunden (bzw. bei der Vielzahl an englisch-sprachigen auch gar nicht richtig gesucht...) - auf jeden Fall möchte ich hier interessante Themen aufgreifen und Euch zur Verfügung stellen und meine Sicht der Dinge ab und zu ergänzen.

Das ganze werde ich noch mit ein paar privaten Themen (SK Rapid Wien, Sport, Bücher, Filme,...) anreichern damit die ganze Sache nicht allzu trocken wird.

Na schauen wir einmal was dabei herauskommt...  

In diesem Sinne viel Spaß wünscht Euch Rapid1898

 

24.4.07 13:23, kommentieren

Analytisches und Operatives Reporting

Wenig Begriffe im Datawarehouse und Business Intelligence Bereich werden mit derartiger Inbrunst so kontrovers diskutiert wie der Begriffe des ODS (Operational Data Store).
Die Palette bietet alles – vom abstreiten der generellen Existenzberechtigung bis zu einer flächendeckenden und umfänglichen Schicht als Ausgangsbasis für die Bewirtschaftung des Datawarehouse.

Interessanterweise gibt’s den Begriff des ODS ja schon sehr, sehr lange – bereit 1995 hat Bill Inmon den Begriff erläutert und abgegrenzt (http://www.evaltech.com/wpapers/ODS2.pdf). Grundsätzlich hat sich an der Beschreibung wenig geändert (vielleicht sind technisch neue Möglichkeiten wie View-Bildung oder ähnliches neu dazugekommen) aber die grundsätzlich Ausrichtung eines ODS blieb unverändert:

Charakteristische Merkmale eines Operational Data Stores und eines Data Ware House aus Basis der aktuellen Literatur und um einige meiner Ansätze (und vor allem Einschränkungen) erweitert:
 

Operation Data Store:

  • Subjektorientierung
  • Integration (wo sinnvoll)
  • Zeitpunktbezogen (keine Historie)
  • Volatilität (Aktualisierung auch mit Inserts/Updates)
  • Unverändert
  • RealTime-Potential (Bewirtschaftung < 1 Tag)
  • Keine Aggregationstabellen (nur dynamisch generiert)
  • Rohdaten (keine Ergebnisdaten)
  • Anforderungsgetriebenes Datenmodell
  • Bei Bedarf Vollständig
  • Nur Unternehmensdaten
     

Data Ware House:

  • Subjektorientierung
  • Vollständig Integriert
  • Zeitreihenbildung mit Historie
  • Keine Volatilität (Befüllung nur mit Loads)
  • Vereinheitlicht
  • Zeitverzögert (Bewirtschaftung >= 1 Tag)
  • Vorberechnete Aggregationstabellen
  • Rohdaten + Ergebnisdaten
  • Fachliche Gesamtdatenmodell
  • Beschränkter Datenhaushalt
  • Unternehmensdaten und Externe Daten

Zusammengefasst würde ich einmal sagen ein Operational Data Store kann bei richtiger Verwendung ein gutes Hilfsmittel in einer umfänglichen Datenarchitektur darstellen um Operatives Reporting vom Analytischem Reporting zu trennen. Auf der einen Seite kann man die Operativen Auswertungsanforderungen der User optimal, kostengünstig und flexibel abdecken – und auf der anderen Seite die analytischen Auswertungsanforderungen gezielt über das Datawarehouse abdecken, wobei der Datenhaushalt im Datawarehouse durch die Trennung Operativ / Analytisch so klein und schlagfertig wie möglich bleibt.

Schöne Theorie keine Frage…
…aber ohne jetzt schwarz und weiß zu denken – wenn die obigen Eckpunkte mehr oder weniger eingehalten werden und damit nicht alles zu einem einzigen grau wird – dann ist das eine gute Ausgangsbasis für ein schlagfertiges Datenmanagement-Konzept.
Eines steht aber auch außer Frage – das ODS birgt in jeder Sekunde seines Daseins die Gefahr, das sich über das ODS ein Schatten-DWH etabliert – aber dazu gibt ja noch uns Datawarehouse- und Business Intelligence-Verantwortliche um genau das zu verhindern…

In diesem Sinne bis demnächst – Eure Meinungen natürlich gerne willkommen.
Euer Rapid1898

 

 

 

1 Kommentar 24.4.07 14:13, kommentieren


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